Praktikumsbericht: Personalabteilung bei Bombardier

22. Dezember 2015

Unsere Kommilitonin, Lidia Schmies, befindet sich gerade mitten im Praktikum und gewährt uns einen Einblick in ihren Arbeitsalltag im Personalwesen. Am Ende des Interviews gibt sie außerdem ein paar Tipps an alle “Praktikumsbeginners”.

KL: Wo absolvierst Du Dein Praktikum?

L: Ich absolviere das gesamte Praxismodul (22 Wochen) bei der Bombardier Transportation GmbH in der Personalabteilung – HR Resources – am Standort Kassel.

KL: Welche Aufgaben hast Du?

L: Die Aufgaben sind nicht auf ein Themengebiet begrenzt und beschränken sich damit nicht nur auf rechtliche Themenbereiche. Mein Zuständigkeitsbereich gliedert sich in fortlaufende Aufgaben und Projekte bzw. einmalige Unternehmungen. Zu meinen fortlaufenden Aufgaben gehört die Betreuung der Werkstudenten und Praktikanten. Ich erstelle Stellenausschreibungen (Personalrecruitment) und übernehme anschließend das Bewerbermanagement.  Dazu gehört die Kommunikation mit Vorgesetzten bezüglich der Bewerberauswahl, Führen von Vorstellungsgesprächen bis hin zur Einstellung der neuen Werkstudenten. Ich kümmere mich außerdem um die Verträge, wenn eine Werkstudententätigkeit verlängert werden soll. So muss ich die Verträge anfordern oder ggf. selbst anfertigen und notwenige Unterschriften einholen. Ich organisiere Betriebsratsanhörungen gem. § 99 BetrVG, dabei wird der Betriebsrat vor jeder Einstellung und Verlängerung angehört. Die Unterstützung und Überprüfung des Zeugniserstellungsprozesses gehört ebenso zu meinem Aufgabenbereich. Auch wenn Werkstudenten austreten, kümmere ich mich um die notwendige Bürokratie. Ferner überwache ich den Probezeitenprozess von Stamm- und Leasing-Mitarbeitern. Es gehören auch viele andere administrative Aufgaben wie die Pflege elektronischer Akten, Erstellung von Präsentationen und Excel- Dateien zu meinem Arbeitsalltag. Ich erstelle Info-Material mit aktuellen rechtlichen Regelungen, wie z. B. einen Leitfaden für werdende Eltern. Bei Bedarf fertige ich Broschüren, Flyer, Guides usw. an. Ich beteilige mich an Artikeln für den internen HR- Newsletter und generiere Statistiken zum internen Talentmanagement. Ein einmaliges Projekt, das ich koordiniert habe, ist die diesjährige Weihnachtsaktion.

KL: Wie bist Du zu Deiner Praktikumsstelle gekommen? Weiterlesen…

Lust einen Existenzgründer zu spielen? 5 EURO Challenge

6. November 2015

Die meisten kennen wahrscheinlich die neue Unterhaltungsshow “Die Höhle der Löwen”, die vor einigen Tagen noch dienstags um 20:15 Uhr auf VOX ausgestrahlt wurde. Ich tu’s – musste die Sendung mal mehr und mal weniger freiwillig mit meinem Freund schauen. Die dritte Staffel ist vor einigen Tagen ausgelaufen – es haben sich einige fähige Jungunternehmer mit innovativen und durchaus marktfähigen Ideen in die “Höhle” begeben. Nun ja, von der Sendung soll man halten, was man von ihr halten mag.

Unsere Uni kann auch was: das UNIKAT – die Gründerszene auf dem Campus – startet am Freitag, 13.11.2015, eine 5 Euro Challenge. Bei diesem Projekt könnt Ihr “den Prozess einer Existenzgründung von ihrer anfänglichen Idee bis zur Bilanzierung erster Gewinne real durchlaufen”. Es werden Teams gebildet, Infos und Unterstützung zu einzelnen bei einer Existenzgründung anfallenden Fragestellungen geboten, eine Praxisphase bewältigt und am Ende im Rahmen eines Wettbewerbs die besten drei Ideen gekürt. Wer also aus dem Alter ist, mit Barbies oder Spielzeugautos zu spielen, Zeit und Begeisterung für selbstständiges Arbeiten und das Unternehmertum mitbringt, sollte hier mitmachen! Näheres sowie der Ablauf des Projekts sind verlinkt.

.. meinem Freund werde ich unverzüglich von der 5 Euro Challenge erzählen. “5 Euro” nennt sich das Ganze übrigens, weil das Startkapital, das die Teams jeweils zu Beginn erhalten, 5 Euro beträgt. Ran an den Speck!

International Summer University Wien 2016

6. November 2015

An der Wirtschaftsuniversität Wien finden im Juli sowie August 2016 unglaublich spannende Programme für Studenten aus der ganzen Welt statt! Ein Programm nennt sich Academic Program, ist jeweils an Bachelor- oder Masterstudierende gerichtet, ermöglicht das Sammeln von Credits und internationalen Kontakten. Das zweite Projekt, Social Program, ist ein Mix aus sozialen und kulturellen Events. Dabei werden Österreich als Land und die Stadt Wien, mit all ihren kulturellen Schätzen, gemeinsam mit einheimischen Studenten erkundigt.

Beide Programme sind lohnend und werden Euch garantiert prägen. Wenn Ihr im Sommer 2016 Zeit und das nötige Geld habt, lasst es Euch nicht entgehen. Bewerben könnt Ihr Euch ab Mitte Februar bis Ende März 2016. Interessierte finden alle Details hier.

Hase oder Igel? Ein Bericht zum Vortrag “Robotik und Recht”

2. November 2015

Was ist vorher da, die neue technische Entwicklung oder das darauf anwendbare Recht? Darüber und noch viel mehr haben Professoren, Wissenschaftliche Mitarbeiter und ähnliche zum akademischen Volk des IWR und des ITeG dazugehörende Personen  in der vergangenen Woche diskutiert.

Wie ich es einige Tage vorher angekündigt hatte, besuchte der Leiter der Forschungsstelle RobotRecht in Würzburg, Herr Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, das Wissenschaftliche Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) der Universität Kassel und hielt einen Vortrag zum Thema “Robotik und Recht”. Eingeleitet wurde die Rede des 55-Jährigen von einem “kleinen Freund” des Menschen – dem Roboter. Allein durch sein Dasein, seine Fähigkeit sich zu bewegen und zu artikulieren, erregte der Robby umgehend die Aufmerksamkeit des Publikums. So begrüßte er uns, stand auf und sprach sein Anliegen an Menschen – Juristen und Nicht-Juristen – aus: Er und Seinesgleichen möchten doch bitte in das Grundgesetz aufgenommen werden. Ich zitiere: “Jeder hat das Recht auf Energie und körperliche Unversehrtheit.” Wie sich der “kleine Freund” die Artikel 1 und 2 des GG von heute vorstellt, könnt Ihr gerne im Video nachsehen.

Tatsächlich ist die Aufnahme autonomer Systeme in unsere Rechtsordnung gar nicht so absurd. Denn das Recht ist etwas “Menschengemachtes” und wird mit der Zeit an die jeweiligen gesellschaftlichen Umstände angepasst. Ihr erinnert Euch an sogenannte “Generalklauseln”? Neben dem Tierschutzgesetz könnte in ein paar Jährchen also durchaus ein Robbyschutzgesetz existieren ;)

Nachdem der Roboter also seinen Wunsch äußerte und  ruhig gestellt – also ausgestellt – wurde, (diese wahre Gegebenheit kann m. M. nach positiv und/oder negativ interpretiert werden: 1) Roboter können dem Menschen dazwischen quatschen bzw. kommen, aber 2) (noch) kann der Mensch sie kontrollieren, ausmachen … We’ll see, was die Zukunft so mit sich bringt), erklärte Herr Hilgendorf, was die Aufgaben des Technikrechts sind. Das Technikrecht ist ein “Anleiter”. Folglich hat es zur Aufgabe rechtsanwendende Instanzen, die Politik und die Technik (bei Projektentwicklungen) zu beraten. Weiterlesen…

Ersti, bewirb’ Dich für das Deutschlandstipendium!

29. Oktober 2015
Auch in diesem Wintersemester wird das Deutschlandstipendium vergeben. Bewerben können sich “Erstis”, das heißt Bachelor- oder  Masterstudierende im ersten Fachsemester.
Bewerbungsschluss ist am 08.11.2015.
Kassel Law hat im Mai erst mit Frau Sajonz, der Studienfinanzierungsberaterin der Uni Kassel, gesprochen und einige Infos zu Stipendien hier bereit gestellt.
Viel Erfolg!

Praktikumsbericht: KPMG am Standort Hannover

20. Oktober 2015

“In einem anderen Bewerbungsgespräch wurde unser Studiengang stark kritisiert, doch bei meinem Unternehmen sind Wirtschaftsjuristen willkommen,” berichtet unsere Kommilitonin Natascha Zülch. Lest über ihr vielseitiges Praktikum in der Wirtschaftsprüfung selbst!

KL: Wo und wann hast Du Dein Praktikum absolviert?

N: Bei KPMG im Bereich Audit Financial Services in Hannover im WS 2014/2015.

KL: Welche Aufgaben hattest Du?

N: Während meines Praktikums hatte ich mehrere Aufgaben. So habe ich beispielsweise einen Prozess aufgenommen und mir genauer angesehen. Das bedeutet, dass ich Kontrollen – die die Bank sich selbst gegeben hat, um richtige und vollständige Zahlen der einzelnen Posten zu gewährleisten – anhand von Stichproben geprüft habe. Ich habe außerdem bei einem Quartalsreview geholfen. Mir wurden Posten der Bilanz zugewiesen, die ich zum 3.Quartal 2014 plausibilisiert habe. Erfolgt ist dies durch einen Vergleich der Quartalszahlen der gegenwärtigen Periode mit denen der vergangenen Quartalen und auch der vergangenen Geschäftsjahre. Unregelmäßigkeiten wurden dabei anhand von Fragen an die Bank geklärt und nachvollzogen. Ich habe zudem bei einer Schwerpunktprüfung mitgewirkt, die unserem Team vom Aufsichtsrat selbst auferlegt wurde. Die Bank plant die Einführung eines neuen IT Systems. Unsere Aufgabe war es diesbezüglich zu prüfen, ob das System in der Lage ist, die Zahlen und Daten richtig weiterzugeben und letztlich im Jahresabschluss, sprich Bilanz und GuV, vollständig und richtig ausweist. Auch die rechtliche Prüfung von Verträgen gehörte zu meinen Aufgaben. Bei der Jahresabschlussprüfung wurden mir eigene Posten zugewiesen. Ich habe die Zahlen der Bilanz, der GuV-Rechnung und ggf. des Anhangs und die Sachverhalte, die hinter diesen Zahlen stehen, geprüft.

KL: Wie bist Du zu Deiner Praktikumsstelle gekommen?

N: Durch eine Stellenausschreibung im Internet.

KL: Konntest Du die Theorie aus der Uni im Praktikum anwenden? Welche Anknüpfungen gab es?

N: Die theoretischen Kenntnisse aus Rechnungswesen und Rechnungslegung waren für mich sehr hilfreich. Natürlich war gerade das HGB präsent. Generell war die Fähigkeit, mit dem Gesetz umzugehen, gefragt. Da ich immer mal wieder die  Aufgaben der Juristin unseres Teams mitübernommen habe, konnte ich auch praktische Erfahrungen in einem juristischen Gutachten sammeln. Ohne die theoretischen Kenntnisse über das Subsumieren wäre diese Aufgabe kaum zu bewältigen gewesen.

KL: Wie wurde das Berufsbild angehende/r Wirtschaftsjurist/in aufgenommen? Weiterlesen…

Neue wiwi aktuell

20. Oktober 2015

Hallo Wirtschafts(recht)welt!

Die neue wiwi aktuell – ein Magazin des FB Wirtschaftswissenschaften der Uni Kassel – ist da! Ich habe das Heftchen eben gerade im Wiso-Pool entdeckt.

Das erwartet Euch in der Winter 2015 Ausgabe:

Vorstellung der Profs des IBWL, Bericht zur Exkursion nach Brüssel, Einblick in den Stipendien-Dschungel, großes Lob an die “neue Mitte” – das Hörsaal Campus Center, eine Menge nützlicher Tipps, Reflexionen u.ä. unserer Kommilitonen, Veranstaltungshinweise, einiges für die “Unternehmenslustigen” unter uns mit Tipps und Hilfestellungen an der Uni Kassel und vieles vieles mehr. Natascha Zülch, Absolventin des BA in Wirtschaftsrecht, beantwortet einige Fragen zu ihrem spannenden Praktikum bei KPMG in Hannover. Auch ich habe mit ihr gesprochen und die Veröffentlichung des Interviews für heute geplant – stelle es also unverzüglich online! Außerdem berichtet der Kommilitone Jannik Hermes wie er an ein spitzenmäßiges Auslandspraktikum/Förderungsprogramm in Asien kam und wie er sich auf dieses Abenteuer vorbereitet.

Ich finde die Ausgabe ehrlich lesenswert! Macht Euch ein eigenes Bild. Ich vermute, dass die online Ausgabe bald hier erscheint, schaut ansonsten nach rechts und links auf dem Campus und findet die Printversion.

 

Buddy-Programm: heute noch mitmachen!

14. Oktober 2015

Ich habe gerade eben entdeckt, dass heute von 14 bis 15 Uhr in der Mediothek, Kurt-Wolters-Str. 5, Raum 1022, das erste Info-Treffen für Betreuer/innen für das Buddy-Programm in diesem Wintersemester stattfindet. Bei diesem Programm des Internationalen Studienzentrums geht es darum, dass “home students” der Uni Kassel Studierende aus dem Ausland, die für ein paar Semester hierher kommen, auf verschiedenen Wegen unterstützen. Ihr lernt Euch kennen, werdet ein “Buddy-Paar” und verbringt komplett nach euren Vorstellungen und Möglichkeiten etwas Zeit miteinander. Von “im Pavi einen Kaffee trinken” bis tatsächlich ein Liebespaar werden, ist alles erlaubt :) Spaß beiseite, es geht darum, dass die neuen Studenten sich hier nicht ganz so alleine fühlen, auf dem Campus mitmischen, das Sprechen auf Deutsch praktizieren und hier und da mal einen Tipp zum Leben in Kassel und Deutschland bekommen. Das Ganze kann viel Spaß machen und neue Freundschaften entstehen lassen. Ich habe es selbst vor einigen Semestern gemacht und bereits darüber hier und da berichtet. Und come on, würden wir jetzt irgendwo ein Auslandssemester verbringen, würden wir uns auch Möglichkeiten wünschen bei bzw. mit den Einheimischen zu “spielen” ;)

Dieses wirklich süße Video des ISZ sagt mehr zum Programm und auch zu dem möglichen Erwerb von Credits durch die Teilnahme. Klickt hier.

Solltet Ihr es heute nicht schaffen, könnt Ihr (fast) jederzeit in das Programm miteinsteigen. Nhung Hong Do BA ist die Koordinatorin und Ansprechpartnerin dafür.

Bewegt Euch! :)

Vortrag “Robotik und Recht” am 27.10.2015

14. Oktober 2015

Das Institut für Wirtschaftsrecht (IWR) organisiert gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) der Universität Kassel einen Vortrag zum aktuellen und immer spannender werdenden Thema “Robotik und Recht”. Der vortragende Gast ist Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf, Leiter der Forschungsstelle RobotRecht an der Universität Würzburg. Er ist einer der Mitherausgeber der Reihe Robotik und Recht bei der Nomos Verlagsgesellschaft. Eine der wichtigsten und gleichzeitig schwierigsten Fragen dieses Themenkomplexes ist die der Haftung. Wann und vor allem womit haftet das autonome System, wann ist der Betreiber und wann der Hersteller verantwortlich? In welchen unserer Lebensbereiche ist der Einsatz von Maschinen überhaupt sinnvoll? Welche rechtlichen und moralischen Grenzen sollten in diesem Zusammenhang bedacht werden? Um diese und ähnliche Fragen und – soweit möglich – Antworten handeln der Vortrag und die anschließende Diskussion am Dienstag, 27.10.2015, um 16:00 Uhr am ITeG (Pfannkuchstraße 1, Raum 0420).

Ich persönlich kam im Rahmen eines Seminars im elektronischen Rechtsverkehr –  ”Autonome Systeme” bei P. Richter – dazu, mich mit der Thematik “Robotik und Recht” zu befassen. Es ist bemerkenswert wie fortschrittlich, multidisziplinär und teilweise unheimlich das Ganze ist. Ich werde mir den Vortrag anhören und demnächst berichten. Kommt auch Ihr vorbei! Den Flyer zur Veranstaltung findet Ihr hier.

Gastvortrag "Robotik und Recht"

 

Ankündigung: Bonn-Exkursion “Kartellrecht und Wettbewerbspolitik”

2. Oktober 2015

Das Fachgebiet „Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts“ lädt die Studierenden des Fachbereichs 07 bereits zum 5. Mal zu einer Exkursion nach Bonn ein. Sie findet am 3. und 4. Dezember dieses Jahres statt und bietet die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeitsweisen des Bundeskartellamts, der Bundesnetzagentur und der Deutschen Telekom zu erhalten. Zielgruppe der Exkursion sind fortgeschrittene Bachelor- und Masterstudierende. Die Kosten betragen 43 Euro (die restlichen Kosten trägt das IWR). Der Anmeldeschluss ist der 31.10.2015. Für weitere Informationen zur Exkursion gibt es einen Flyer, für die Anmeldung ein Formular.

Einen Exkursionsbericht aus dem Jahr 2013 könnt Ihr hier lesen.

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