Reisefieber? So können Studenten ins Ausland gehen

Autor: M. Draeger
15. April 2016

Raus aus der Komfort-Zone, ab ins Ausland: Das muss nicht für ein Semester sein. Die Summer Schools ermöglichen Studenten, im Sommer für ein paar Wochen ins Ausland zu gehen und dort an einer Universität, einen Kurs zu besuchen. An der Uni in Genf gibt es ein Seminar, das sich mit Datenschutz, geistigem Eigentum und dem Schutz von Nutzern in sozialen Netzwerken beschäftigt. 6 ETCS gibt es für das Seminar Internet Law. Zwei Wochen dauert es. Dazu kommen neue Erlebnisse, interessante Leute und die Erfahrung, in der Schweiz zu studieren. Anmeldefrist ist der 1. Mai 2016. Weitere Infos findet ihr hier.

Wer nicht in die Schweiz gehen will, sondern sich für ein anderes Land interessiert, der kann die Summer Schools Suchmaschine benutzten. In die Felder Studiengang und Wunschland eintippen und alle Seminare werden angezeigt. http://www.summerschoolsineurope.eu/

 

Wen das Reisefieber gepackt hat, der kann sich bei Kulturweit bewerben. Das ist ein internationaler Jugendfreiwilligendienst im Bereich der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Es geht darum, Menschen auf der ganzen Welt, die deutsche Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft näher zu bringen. Andere Kultur und Völker kennen zu lernen, stehen im Mittelpunkt der Reise mit kulturweit. Das kann durch die Assistenz im Deutschunterricht an einer Partnerschule, die Organisation von Veranstaltungen oder Öffentlichkeitsarbeit sein.  Sechs bis zwölf Monaten dauert ein Aufenthalt. Einsatzstellen sind beispielsweise Asien, Afrika und Lateinamerika. Bewerbungsfrist: 3. Mai 2016. Alle Informationen dazu findet ihr hier.

 

Die E-Woche 2015 – Einführung in das Erstsemesterprojekt

Autor: M. Draeger
8. Oktober 2015

Tag 3

Nein. Kassel hat keine Freiheitsstatue, die ihren Arm mit goldener Fackel gen Himmel streckt. Aber grün ist das Wahrzeichen auch. Es handelt sich um den Herkules. Dieser schaut von einem steinernen Turm auf die Stadt herunter. Sein Platz ist das Weltkulturerbe –  der Bergpark Wilhelmshöhe. Schade nur, dass sich die Besucher des drahtigen Mannes nach der Anstrengung den Berg zu ihm hinauf nicht an einem kühlen Kasseler erfrischen können. Das Bier, das in der Region gebraut wird.

So oder so ähnlich haben die Urheber des diesjährigen Erstsemesterprojektes wahrscheinlich gedacht. Denn die jungen Studenten sollen in der Nähe des Wahrzeichens eine Brauerei mit Ausschank planen – in der Theorie. Dabei müssen sich die Planer eine Finanzierung überlegen, sich mit dem Widerstand aus der Bevölkerung auseinandersetzen und Werbung für ihre Marke machen. Die Mappen mit den Unterlagen, die sie zur Planung benötigten, erhielten die Studenten bereits am Mittwoch. Eine Woche haben sie Zeit, die Brauerei zu entwickeln. Am 14. Oktober stellen sie ihre Vorstellung einer Herkules-Brauerei dann den Dozenten vor, die dann über das beste Konzept entscheiden.

 

Herzlich willkommen am IWR! – Die E-Woche 2015

Autor: M. Draeger
7. Oktober 2015

Tag 1

Es ist einer dieser Tage, an denen man zu früh wach ist, die Hände feucht sind und der Bauch sich vor Aufregung kribbelig anfühlt: der erste Tag. Um genau zu sein, ist es 8 Uhr am Montag,  5. Oktober 2015, als die Erstsemesterstudenten sich auf den neongrünen Stühlen des neuen Hörsaalzentrums niederlassen. Sie haben sich für ein Wirtschaftsrecht-Studium entschieden. Es ist ihr erster Tag an der Universität Kassel, der erste Tag der Einführungswoche.

Die 160 jungen Wirtschaftsrecht-Studenten beginnen ihren neuen Lebensabschnitt an der kleinsten Uni Hessens, wie der Leiter des Instituts für Wirtschaftsrecht Prof. Dr. Georg von Wagenheim in seiner Begrüßung erwähnt. 24.000 Studenten hat die Uni Kassel. In Marburg und Gießen studieren vergleichsweise 25.000 Studenten. In den nächsten Jahren werden die jungen Studenten die juristische und die ökonomische Denkweise erlernen. „Kann man zwei Sachen gleichzeitig lernen?“, fragt Prof. Dr. Georg von Wangenheim in den Hörsaal. Nicht im vollen Umfang, ist seine Antwort. Er spricht von einer Methode zu denken, Jura nicht auswendig zu lernen und rechnet ökonomisch vor, wie sich ein Nebenjob auf das Studium auswirkt.

Dann tritt Jaquelin Weniger hinter das Mikrophon und heißt die Studenten willkommen. Sie ist die Vorsitzende des Vereins Juristik e.V und Tutorin. Sie will den Kommilitonen helfen, die anfänglichen Hürden des Studiums zu bewältigen. Damit ist sie nicht allein. 13 weitere Tutoren wollen Fragen beantworten, mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nur bei der ersten Herausforderung müssen sie passen: ein Englischtest. Den müssen die Studienanfänger selbst bewältigen. Er dient der Einteilung in die Englischgruppen.

Wie mache ich meinen Stundenplan? Woher bekomme ich meinen Ausweis für die Bibliothek? Muss ich in alle Tutorien gehen? Das sind Fragen, die von den Tutoren in kleineren Gruppen beantwortet werden. Dazu gibt es eine Anleitung durch die Systeme der Uni Kassel und einen Rundgang über den Campus, damit jeder Student weiß, wo er die Professoren, den Copyshop und die benötigte Literatur findet.

Mit Schirmen im Cocktail in einer Bar endet dann der erste Tag und damit vermutlich auch das kribbelige Gefühl im Bauch des ein oder anderen.

 

Tag 2

Ein Arzt verschreibt seiner Patientin Champagner. Den soll sie bei seinem Bruder, einem Gastwirt, erwerben. Ein Fall aus einem früheren Jahrhundert, den Prof. Dr. Andreas Hänlein den jungen Studenten vorlegt. Damals gab es Schmerzmittel, wie wir sie heute kennen, noch nicht. Wie würde wohl ein Gericht entscheiden? Weiterlesen…