Pilotphase für die E-Bilanz – § 5b EStG : Erste Auswertungsergebnisse!

Gastautor: E. Franzkowiak
10. August 2011

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat den ersten Bericht1 über die Pilotphase der E-Bilanz veröffentlicht.

Gewerblich tätige Unternehmen jeder Größenordnung sind nach § 5 b Abs. 1 und § 52 Abs. 15a EStG ( Einkommensteuergesetz) verpflichtet, den Inhalt ihrer Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für den Geschäftszeitraum nach dem 31. Dezember 2010 elektronisch zu übermitteln. Im Rahmen sowohl technischer als auch organisatorischer Machbarkeit dieser Übermittlung, wurde diese Pflicht abweichend von der Gesetzesnorm nun um ein Jahr, auf den Zeitraum nach dem  31. Dezember 2011 verschoben. Für die Übermittlung gibt es einen vom Bundesfinanzministerium amtlich vorgeschriebenen Datensatz, die Taxonomie.

Im ersten Halbjahr 2011 fand eine Pilotierung dieser neuen elektronischen Übermittlung statt. Unternehmen konnten freiwillig ihre Datensätze übermitteln und so die E-Bilanz testen. Nach einer angestrebten Erprobung des gesamten Verfahrens, sollte die Pilotphase insbesondere auch Optimierungszwecken dienen. Die sodann überarbeitete Taxonomie soll folglich verpflichtend zu nutzen sein.

Zu erwähnen ist, dass die Pilotierung nur sogenannte Hauptanwendungsfälle berücksichtigt hat. Dies umschließt alle Unternehmen, die den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsrecht nach HGB unterliegen. Etwaige Spezialbranchen, wie u.a. kommunale Betriebe, Landwirte etc. wurden nicht in die Pilotierung einbezogen.

Die Durchführung der Pilotphase lief wie folgt ab: Weiterlesen…

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