IWR Exkursion nach Berlin, 17. und 18. April 2013

Berlin, die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland bietet Wirtschaftsjuristen eine Vielzahl von beruflichen Möglichkeiten. Auf der zweitägigen Exkursion des IWR hatten die Teilnehmer die Möglichkeit einige Tätigkeitsbereiche kennenzulernen, sich über die jeweiligen Karrieremöglichkeiten zu informieren und Politiker, Beamte und in der Wirtschaft tätige Juristen zu ihrem Arbeitsalltag zu befragen.

Am 17. April ging es für die Teilnehmer der Exkursion schon früh los. Um 7 Uhr morgens trat die Gruppe die Reise nach Berlin an, um das gut gefüllte Programm politisch wie auch wirtschaftlich bewältigen zu können. Auf dem Plan standen neben dem Highlight der Exkursion, dem Besuch in der ARD Sendung „Anne Will“, auch das Auswärtige Amt, der Besuch in einer Kanzlei und nicht zuletzt der Besuch des Reichstagsgebäudes, wo sich die Gelegenheit bot mit Experten, wie der Bundestagsabgeordneten Mechthild Dyckmans und Ali von Wangenheim, zu sprechen.

Frau Mechthild Dyckmans empfing die Gruppe im Sitzungssaal der FDP. Die Bundestagsabgeordnete, Mechthild Dyckmans, ist Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Mitglied im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages (mehr Infos hier). Sie berichtete von Ihrem Alltag als Politikerin und dem Ablauf einer Sitzungswoche. Außerdem nahm Sie Stellung zum viel diskutierten Thema “Legalisierung von Cannabis” und erzählte von Ihere Tätigkeit als Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

Anschließend bot sich der Gruppe die Möglichkeit einen Einblick in die Arbeit von Ali von Wangenheim zu erhalten. Dieser ist Chef vom Dienst und Ansprechpartner für alle Bereiche in der Pressestelle der SPD- Bundestagsfraktion (weitere Infos hier). Er verdeutlichte, wie wichtig eine gute Pressearbeit für Fraktion und Abgeordnete sei und machte dies auch an einigen Beispielen klar.

Nach dem Besuch des Reichstagsgebäudes, verschlug es die Gruppe in den Deutschen Dom am Gendarmenmarkt, in dem sich die Ausstellung „Wege- Irrwege- Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ befindet. Aufgeteilt in zwei Gruppen, wurde den Exkursionsteilnehmern auf unterschiedliche Weise die Entwicklung der deutschen Demokratie nahe gebracht.

Den Abschluss des ersten Abends bildete ein Besuch bei Anne Will in den Berliner Studios. Dort diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Universität (Rita Süssmuth, Katrin Albsteiger, Katrin Göring-Eckardt, Michael Spreng und Norbert Bolz) über das brandaktuelle Thema „Der Quoten-Streit – Koalition gerettet, Frauen verraten?“. Grundlage der Diskussion bildete der Gesetzesentwurf, der eine Frauenquote in Aufsichtsräten vorsah. In allen Fraktionen gab es Befürworterinnen, doch die CDU/CSU lehnte ihn ab.

Nur einen Tag nach dieser Aufzeichnung, am 18.04.2013, wurde nun im Bundestag eine generelle Quote abgelehnt, jedoch beschloss die Union die Frauenquote bis 2020 ins Wahlprogramm aufzunehmen, um den hitzigen Diskussionen in der eigenen Partei ein Ende zu bereiten und auch Abweichlerinnen wieder auf Kurs zu bringen.

Bereits am nächsten Morgen ging es für die Gruppe nach einem ausgiebigen Frühstück zum Auswärtigen Amt um mehr über die dortigen „Karrieremöglichkeiten“ zu erfahren. Das Auswärtige Amt bietet jährlich 40 freie Stellen im Höheren Dienst für ca. 2000 Bewerber. Mehr zum Anforderungsprofil des Auswärtigen Amts findet ihr hier. Für die Bewerbungsphase (Einstellungstest, Ass.Center) wird eine 3 monatige Vorbereitungsphase empfohlen. Ebenfalls werden Praktikumsplätze angeboten, mehr Infos dazu bekommt ihr hier.

Nach dem Besuch des Auswärtigen Amtes erwartete uns eine 2 stündige „Krimiführung“ durch das Berliner Regierungsviertel. Die Führung war abwechslungsreich und geprägt von mehr oder weniger deftigen „Alt-Berliner Geschichten“ aus dem Genre: Nepper, Schlepper, Bauernfänger.   

Der letzte Programmpunkt war ein kurzweiliger Besuch bei „GÖRG“ einer der führenden Wirtschaftskanzleien bundesweit. Die Kanzlei informierte uns über Berufsaussichten/ Karrierechancen als Wirtschaftsjurist bei „GÖRG“. Ein Praktikum im Rahmen des Studiums ist auch möglich -formlose Bewerbung genügt. Für mehr Infos hier entlang.

Dank dem schönen Wetter und des gut organisierten Programms war die Berlin Exkursion ein voller Erfolg.

 

 

 

Bonn-Exkursion mit Besuch des Bundeskartellamts im WS 2012/2013 – Verlängerung der Anmeldefrist!!

Autor: S. Gruener
5. November 2012

Liebe Leserinnen und Leser,

die Anmeldefrist für die Exkursion zum Bundeskartellamt des Fachgebiets “Grundlagen des Rechts, Privatrecht und Ökonomik des Zivilrechts” wurde bis zum 07.11.2012 verlängert. Im Rahmen des Ausflugs wird das Bundeskartellamt, die Bundesnetzagentur und die Hauptzentrale der Deutschen Telekom besucht. Die Exkursion findet vom 15.11. bis 16.11.2012 statt.  Die Kosten belaufen sich auf 40 Euro.

Alle Informationen zur Anmeldung und dem Programm findet ihr auf diesem Flyer und der Homepage des Fachgebiets.

Fotos vom “Kletterwald Kassel”

12. Juli 2011

Die schönsten Schnappschüsse des Teambuilding – Events im Kasseler Kletterwald könnt ihr euch nun in der Bildergalerie ansehen.

Teambuilding-Event im Kletterwald

27. Juni 2011

Klettern kann als die zielgerichtete, sportliche Fortbewegung mittels Händen und Füßen von einem Punkt A zu einem Punkt B definiert werden.

In diesem Sinne brach eine Gruppe von Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsrecht, zusammen mit Professoren und wiss. Mitarbeitern, am 15.06.2011 in den Kletterwald Kassel auf. Organisiert wurde die Veranstaltung vom IWR und stand in Verbindung mit dem Einführungsprojekt zu Beginn des WS 2010/2011. Damals mussten die Studienanfängerinnen und Studienanfänger die Eröffnung eines Kletterparks in den Fuldaauen planen und am Ende der Projektwoche ihre Ergebnisse im Rahmen einer Präsentation im Gießhaus vorstellen. An diese Herausforderung anknüpfend, startete nun das Teambuilding-Event im Kletterwald Kassel.

Der Kletterwald Kassel ist im Habichtswald, in der Nähe des Herkules gelegen und bietet die Möglichkeit auf unterschiedlichen Parcours (von leicht bis schwierig und sogar mit einem Partnerparcours) eine wunderschöne Waldlandschaft zu durchklettern.

Die Teilnehmer des Teambuilding-Events brachen um 8.15 Uhr mit einem Sonderbus der KVG auf. Im Kletterwald angekommen, kam auf die Teilnehmer schon die erste Schwierigkeit zu: das Anlegen der Kletterausrüstung. Teilweise konnte man fragende Gesichter, in Anbetracht der vielen Schnüre und Karabinerhaken, erkennen. Als alle sich fest in die Klettergurte eingeschnürt hatten, folgte eine Sicherheitseinweisung. Herr Völtz diente dabei als Anschauungsobjekt und zeigte unter Anleitung eines Aufsehers, wie die Parcours zu durchklettern waren. Nach dieser Einweisung ging es für die Teilnehmer endlich selbst in die Seile. Dabei mussten sie immer zu zweit oder zu dritt klettern.

Nach den ersten Übungen auf dem einfachen Einsteiger-Parcours ging es in die höheren Gebiete. Dort wurde sich nun von Baum zu Baum gehangelt. Mal fahrend auf einem Roller oder einem Bobby-Car, mal an einer Seilrutsche dem Boden entgegenschwebend. Aus allen Teilen des Kletterparks konnte man das Lachen und manchmal auch die Schreie der Teilnehmer hören. Auch die Professoren und wiss. Mitarbeiter kletterten eifrig mit. So kletterte Herr Professor Dr. Dr. Blocher in einer ersten Runde zusammen mit Herrn Prof. Dr. von Wangenheim durch den Habichtswald. In einer zweiten Runde bezwang er dann zusammen mit Herrn Zander die längste Seilrutsche. Später erzählte Herr Prof. Dr. Dr. Blocher, dass ihm diese Seilrutsche den meisten Spaß machte. Aber manchmal standen sowohl die Professoren als auch die Studierenden vor dem nächsten Hindernis und mussten erst mal überlegen wie man dieses überwinden könnte. Wo müssen die Hände und Füße hin, um von Punkt A zu Punkt B zu gelangen? Diese Frage war manchmal gar nicht so einfach zu beantworten. Aber gemeinsam wurden auch die höchsten und schwierigsten Hindernisse bezwungen.

Dass ein solches Event auch wirklich den Studierenden hilft, ihre sozialen Kompetenzen zu fördern, zeigen einige Aussagen, die wir nach dem Ausflug gesammelt haben. So führte eine der Teilnehmerinnen aus, dass sie es gut findet, dass ihr die Uni einen solchen Ausflug ermöglicht hat. Außerdem findet sie es gut, dass die Professoren und Tutoren mitgemacht haben, wodurch alle mal in der gleichen Sitution waren. Ein anderer Teilnehmer betonte, dass er eine Menge Spaß bei dem Ausflug hatte, insbesondere, weil er noch nie in einem Kletterwald war. In anderen Aussagen wurde der Nutzen für das Teambuilding betont, da man seinem Partner vertrauen musste und auch von den Professoren und Tutoren Tipps bekam, was als sehr positiv aufgefasst wurde. Selbst für Teilnehmer mit Höhenangst war der Ausflug positiv, denn sie konnten teilweise ihre Angst überwinden und nehmen so sicher auch etwas für ihren Studienalltag mit.

Abschließend stand bei allen die Meinung fest, dass dies ein wunderbarer Ausflug war, den man ähnlich unbedingt wiederholen sollte. In diesem Zusammenhang denkt Herr Prof. Dr. Dr. Blocher auch schon über ein Ski-Seminar nach.

Für alle die selber gerne mal klettern wollen, hier geht es zur Homepage des Kletterwaldes.

Kletterwald Bildergalerie

Autor: G. Völtz
15. Juni 2011


Kurzdarstellung des Besuchs einer BSG-Verhandlung

Gastautor: M. Weismueller
6. Juni 2011

1. Einführung

Das erste Semester des Studiengangs Wirtschaftsrecht besuchte im Zuge der Lehrveranstaltung „Grundlagen des Rechts“ bei Herrn Prof. Dr. Dr. Blocher am 18.01.2011 das Bundessozialgericht in Kassel. Nach der Begrüßung durch Frau Schmidtkunz wurden die Studierenden durch Herrn Felmeden in die Geschichte des Gebäudes des BSG eingeführt. Im Anschluss daran hielt Frau Dr. Meßling einen kurzen Vortrag über das sozialgerichtliche Verfahren. Schließlich nahmen die Studierenden an einer öffentlichen Verhandlung des 4. Senats aus dem Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende teil.

2. Das Bundessozialgericht

2.1. Allgemeines

Nach § 38 Abs. 1 SGG hat das Bundessozialgericht seinen Sitz in Kassel. Eröffnet wurde es am 11.09.1954, die erste öffentliche Sitzung fand am 23.05.1955 statt. Zuvor wurde das aus der NS-Zeit stammende monumentale Gebäude als Hauptquartier des Wehrkreises IX genutzt. Somit ist das Gebäude noch heute unter dem Namen „Generalkommando“ bekannt.

2.2. Die Rolle des BSG

Das BSG zählt nach Art. 95 Abs. 1 GG zu einer der fünf Gerichtsbarkeiten in Deutschland, nämlich zu der Sozialgerichtsbarkeit. Diese wird bei Angelegenheiten im Sozialrecht tätig. Zugleich ist das BSG die höchste der drei Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit, die sich aus den Sozialgerichten als unterste Instanz, den Landessozialgerichten als zweite Instanz und dem Bundessozialgericht als oberste Instanz zusammensetzt. Es handelt sich bei der Sozialgerichtsbarkeit um eine öffentlich-rechtliche Gerichtsbarkeit.

2.3. Die Aufgabe des BSG

In erster Linie ist das BSG eine Revisionsinstanz, d.h. es hat nur über Rechtsfragen zu entscheiden. Die Tatsachenfeststellung findet schon in den unteren Instanzen statt. Zuständigkeit erlangt das BSG beispielsweise bei Rechtsfragen zur gesetzlichen Unfall-, Arbeits- und Rentenversicherung; zur sozialen Pflegeversicherung; zur Grundsicherung für Arbeitsuchende und bei Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit.

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Exkursion zum Bundessozialgericht

Autor: S. Gruener
24. Februar 2011

1. Einführung

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Grundlagen des Rechts” haben die Teilnehmer der Veranstaltung am 18.1.2011 eine Exkursion an das Bundessozialgericht, das seinen Sitz in Kassel hat, unternommen. Gegenstand der Exkursion war eine Verhandlung des 4. Senats über fünf Revisionen aus dem Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Gerade die Sozialgerichtsbarkeit erfährt seit der Einführung der „Hartz IV-Regelungen” eine erhöhte Aufmerksamkeit, da es zu immer mehr Klagen gegen die Bescheide der Behörden kommt. So hat das größte deutsche Sozialgericht in Berlin für das Jahr 2010 mitgeteilt, dass fast 32.000 Beschwerden eingingen, das sind knapp 20 % mehr als im Vorjahr. Fast jede zweite Klage sei zumindest zum Teil erfolgreich, führte das Gericht weiter aus.
Vor dem Beginn der Verhandlung wurde den Studierenden von Herrn Felmeden eine Einführung in die Geschichte des Gebäudes gegeben. Im Anschluss fand eine Einführung in das sozialgerichtliche Verfahren statt, die von Frau Dr. Meßling gehalten wurde.
Nach der Sitzung konnten die Studierenden noch mit den Richtern des 4. Senats ein Gespräch über die Verhandlung führen.

1.1. Zusammensetzung des 4. Senats

Die Zusammensetzung des 4. Senats des Bundessozialgerichts, das insgesamt über 14 Senate verfügt, ist nach dem Geschäftsverteilungsplan mit Stand vom 1. Januar 2011 wie folgt:
Vorsitzender: Vorsitzender Richter am BSG, Prof. Dr. Voelzke
Vertreterin: Richterin am BSG, Frau Knickrehm
Weitere Mitglieder: Richterin am BSG, Frau Knickrehm
Richterin am BSG, Frau BehrendBSG_18.1.2011_4Senat

Neben den genannten drei Berufsrichtern ist der Senat, so wie die anderen 13 Senate des BSG, noch mit zwei ehrenamtlichen Richtern besetzt. Diese sollen dazu beitragen, den juristischen Sachverstand der Richter mit dem jeweils sachspezifischen Sachverstand der ehrenamtlichen Richter zu verknüpfen und so ein gerechtes Urteil, das der sozialen Wirklichkeit angemessen ist, zu sprechen.

2. Das Bundessozialgericht

2.1. Sitz des BSG

Nach § 38 I Sozialgerichtsgesetz (SGG) hat das Bundessozialgericht seinen Sitz in Kassel. Das SGG vom 3. September 1953 (BGBL I, S. 1239) ist am 1. Januar 1954 in Kraft getreten. Am 11. September 1954 wurde das BSG feierlich eröffnet und am 23. März 1955 fand die erste öffentliche Sitzung statt.1BSG_18.1.2011
Das BSG untersteht als Behörde dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, siehe auch § 38 III SGG.

2.2. Verfahrensgang

Der Instanzenzug der Sozialgerichtsbarkeit ist dreigliedrig aufgebaut (§ 2 SGG). Auf der untersten Ebene sind die Sozialgerichte angesiedelt. Darüber folgen die Landessozialgerichte als Berufungsinstanz und auf der obersten Ebene das Bundessozialgericht als Revisionsinstanz (§ 39 I SGG). In den Ausnahmefällen des § 39 II i.V.m. § 51 SGG entscheidet das BSG auch im ersten und letzten Rechtszug.
Die Sozialgerichte und Landessozialgerichte sind Tatsacheninstanzen. Unter einer Tatsacheninstanz versteht man Gerichte, die innerhalb des Rechtsstreits auch die tatsächlichen Verhältnisse feststellen, also den Sachverhalt ermitteln, zum Beispiel durch das Vernehmen von Zeugen, oder die Akteneinsicht etc., wohingegen Revisionsinstanzen, wie ganz überwiegend das BSG eine darstellt, nur Rechtsfehler des angefochtenen Urteils untersuchen. Es werden in dieser Instanz also keine Beweise mehr erhoben, sondern nur noch überprüft, ob das formelle und materielle Recht richtig angewendet wurde.

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