Fortsetzung der Reihe „Brennpunkt Medien und Recht“ am 20.04.2016

Autor: T. Korell
5. April 2016

Das Semester hat noch nicht richtig begonnen und schon steht eines der Highlights des kommenden Sommerssemesters vor der Tür: Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Brennpunkt Medien und Recht“ wird fortgesetzt. Dazu sind alle Interessierten herzlichen eingeladen! Los geht es am 20.April 2016 um 18 Uhr c.t. im Gießhaus der Universität Kassel.

Die kommende Veranstaltung mit dem Titel „Barrierefreiheit in den Medien ­ Informationelle Teilhabe oder digitale Treppenstufe?“ verspricht einen spannenden Abend.

Die Grundlage für die Paneldiskussion wird von Peter Masuch, dem Präsidenten des Bundessozialgerichts, in Form einer Keynote gelegt werden. Zudem werden die Apps „Greta“ und „Starks“ durch die Geschäftsführerin der Greta und Starks Apps UG, Frau Seneit Debese, vorgestellt.

Anschließen wird sich eine Paneldiskussion der Vortagenden mit Cornelia Holsten, der Koordinatiorin des Fachausschusses Regulierung der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), Christine Berg, Stv. Vorstand der Filmförderanstalt, Birgit Schopmans, Beraterin im Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab e.V.) und Dr. Anderes Jürgens, erster Beigeordneter des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, welcher die Moderation übernehmen wird.

Das Thema der Barrierefreiheit in den Medien knüpft an das Recht der gleichberechtigten Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft an. Sowohl in der UN-Behindertenrechtskonvention, der Europäischen Menschenrechtskonvention, der EU-Grundrechtecharta, dem AEUV, der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie sowie im deutschen Grundgesetz ist die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft verankert. Barrierefreiheit hört nicht bei räumlichen und baulichen Maßnahmen auf, sondern umfasst alle Bereiche des Lebens. Zentral sind dabei auch Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten, ohne die eine gesellschaftliche Teilhabe nicht denkbar ist. In unserer Veranstaltung soll deshalb die Barrierefreiheit medialer Angebote im Mittelpunkt stehen.

Die einfachgesetzlichen Regelungen sind vielfältig und reichen von dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und der Informationstechnikverordnung bis hin zum Urheber- und Medienrecht. Doch soll neben dem rechtlichen Rahmen der Blick in die Praxis nicht zu kurz kommen. Welche Barrieren bestehen für Menschen mit Behinderungen bei der Nutzung von Kino, Fernsehen, Internet und Co.? Wie können diese beseitigt werden? Welche Anforderungen werden an eine barrierefreie Website gestellt? Was sollten Informationsanbieter darüber hinaus beachten? Bietet die Digitalisierung Chancen zum Barriereabbau, oder entstehen dadurch neue Hürden? Welche Anreize können zur Erhöhung des Anteils barrierefreier Angebote beitragen?

All diese Fragen sollen im Rahmen dieser Brennpunktreihe thematisiert und diskutiert werden. Dazu laden das Institut für Wirtschaftsrecht, die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, das Institut für Europäisches Medienrecht und die Juristische Gesellschaft zu Kassel herzlich ein!

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung zur Veranstaltung unter www.kassel-medienrecht.de (bevorzugt) oder per Fax 0561-107714 (Kanzlei Spalckhaver/Keuneke/Baum / Juristische Gesellschaft zu Kassel) erforderlich. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Bei besonderem Hilfebedarf (z. B. Gebärden- oder Schriftdolmetscher) für die Veranstaltung melden Sie sich bitte bis spätestens 13. April 2016 per Mail (hilfebedarf@kassel-medienrecht.de) oder telefonisch (0561-804 2332).

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe gibt es hier.