Grenzenlose Satire? Karikaturen und andere rechtsstaatliche Zumutungen

19. Juni 2015

Die nächste Veranstaltung der Reihe „Brennpunkt Medien und Recht“ steht vor der Tür. Ihr seid herzlich eingeladen am

 

1. Juli 2015, 18.00 Uhr, Gießhaus der Universität Kassel

„Grenzenlose Satire? – Karikaturen und andere rechtsstaatliche Zumutungen“

· Begrüßung

· Satirischer Auftakt mit Bernd Gieseking, Kabarettist und Satiriker

· Einführungsstatement von Prof. Dr. Christoph Degenhart, Inhaber des Lehrstuhls für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Medienrecht an der Universität Leipzig

· Paneldiskussion der beiden Vortragenden mit

Oberkirchenrat Markus Bräuer, Medienbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland

Martin Sonntag, Leiter und Geschäftsführer der Caricatura Kassel

Prof. Dr. Stephan Weichert, Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Macromedia, Campus Hamburg [angefragt]

Prof. Wolfgang Thaenert, Honorarprofessor für Medienrecht an der Universität Kassel (Moderation)

 

„Was darf Satire?“ Diese Frage stand in den vergangenen Jahren immer dann im Fokus, wenn Karikaturen Reaktionen hervorriefen, die von öffentlicher Kritik und Protesten bis hin zu terroristischen Anschlägen reichten. Doch nicht nur bei religiösen Themen, sondern auch im Kontext von Geschichtsbewältigung oder „Political Correctness“ folgt auf satirische Provokationen und Tabubrüche schnell der Vorwurf der Grenzüberschreitung. Wenn Karikaturen und satirische Zuspitzungen als „Zumutung“ empfunden werden, liegen dieser Wertung oft auch moralische, weltanschauliche oder geschmackliche Maßstäbe zugrunde. Dabei können Verletzungen für die von den Zuspitzungen Betroffenen deutlich spürbar sein. Andererseits bilden die Meinungs-, die Medien- und die Kunstfreiheit grundgesetzlich verankerte Fundamente des pluralistischen Rechtsstaates und schützen den demokratischen Diskurs auch und gerade wenn Äußerungen anecken oder für den Einzelnen schwer erträglich erscheinen mögen. Aber darf Satire deshalb „alles“, wie es Tucholsky einst formulierte?

Die verfassungsrechtliche Dimension der Satire wird Prof. Dr. Christoph Degenhart in seinem Eingangsstatement beleuchten. In der anschließenden Diskussion sollen auch ihre medienethischen Implikationen und deren Wechselwirkungen mit dem Recht nicht zu kurz kommen.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung zur Veranstaltung unter www.kassel-medienrecht.de erforderlich. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Alle weiteren inhaltlichen und organisatorischen Details zur Veranstaltungsreihe sowie Berichte, Fotos und Videos zu den bisherigen Vortragsabenden findet ihr unter www.kassel-medienrecht.de oder hier bei Kassel Law.