Herzlich willkommen am IWR! – Die E-Woche 2015

Autor: M. Draeger
7. Oktober 2015

Tag 1

Es ist einer dieser Tage, an denen man zu früh wach ist, die Hände feucht sind und der Bauch sich vor Aufregung kribbelig anfühlt: der erste Tag. Um genau zu sein, ist es 8 Uhr am Montag,  5. Oktober 2015, als die Erstsemesterstudenten sich auf den neongrünen Stühlen des neuen Hörsaalzentrums niederlassen. Sie haben sich für ein Wirtschaftsrecht-Studium entschieden. Es ist ihr erster Tag an der Universität Kassel, der erste Tag der Einführungswoche.

Die 160 jungen Wirtschaftsrecht-Studenten beginnen ihren neuen Lebensabschnitt an der kleinsten Uni Hessens, wie der Leiter des Instituts für Wirtschaftsrecht Prof. Dr. Georg von Wagenheim in seiner Begrüßung erwähnt. 24.000 Studenten hat die Uni Kassel. In Marburg und Gießen studieren vergleichsweise 25.000 Studenten. In den nächsten Jahren werden die jungen Studenten die juristische und die ökonomische Denkweise erlernen. „Kann man zwei Sachen gleichzeitig lernen?“, fragt Prof. Dr. Georg von Wangenheim in den Hörsaal. Nicht im vollen Umfang, ist seine Antwort. Er spricht von einer Methode zu denken, Jura nicht auswendig zu lernen und rechnet ökonomisch vor, wie sich ein Nebenjob auf das Studium auswirkt.

Dann tritt Jaquelin Weniger hinter das Mikrophon und heißt die Studenten willkommen. Sie ist die Vorsitzende des Vereins Juristik e.V und Tutorin. Sie will den Kommilitonen helfen, die anfänglichen Hürden des Studiums zu bewältigen. Damit ist sie nicht allein. 13 weitere Tutoren wollen Fragen beantworten, mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nur bei der ersten Herausforderung müssen sie passen: ein Englischtest. Den müssen die Studienanfänger selbst bewältigen. Er dient der Einteilung in die Englischgruppen.

Wie mache ich meinen Stundenplan? Woher bekomme ich meinen Ausweis für die Bibliothek? Muss ich in alle Tutorien gehen? Das sind Fragen, die von den Tutoren in kleineren Gruppen beantwortet werden. Dazu gibt es eine Anleitung durch die Systeme der Uni Kassel und einen Rundgang über den Campus, damit jeder Student weiß, wo er die Professoren, den Copyshop und die benötigte Literatur findet.

Mit Schirmen im Cocktail in einer Bar endet dann der erste Tag und damit vermutlich auch das kribbelige Gefühl im Bauch des ein oder anderen.

 

Tag 2

Ein Arzt verschreibt seiner Patientin Champagner. Den soll sie bei seinem Bruder, einem Gastwirt, erwerben. Ein Fall aus einem früheren Jahrhundert, den Prof. Dr. Andreas Hänlein den jungen Studenten vorlegt. Damals gab es Schmerzmittel, wie wir sie heute kennen, noch nicht. Wie würde wohl ein Gericht entscheiden? Ja, wie würde es? Eine Frage, die sich die Kommilitonen am zweiten Tag der Einführungswoche stellen. Sie diskutieren. Argumentieren, welches Gericht wohl zuständig wäre. Es ist der Tag, an dem die Professoren, die Chance nutzen, den Studienanfängern ihren Fachbereich und ihren Forschungsbereich vorzustellen. Sie erzählen von ihrer Arbeit, geben den Studenten einen Einblick in die Lehrveranstaltungen, die sie in ihrem Studium erwarten. Außerdem geben sie den Studenten Tipps für das kommende Studentenleben. Sie informieren die Studenten, in welchem Semester sie einander bei Lehrerveranstaltungen wiedersehen werden.

Zum Studentenleben gehören aber auch Erinnerungen, deshalb stellen sich die Studenten des ersten Semesters gemeinsam mit den Professoren für ein Foto auf ­– einer Erinnerung an die erste Zeit. Um sich zu erinnern, muss man aber erst Wissen über etwas erlangen. Deshalb trafen sich die neuen Studenten am Nachmittag wieder in ihren Kleingruppen. Die Tutoren zeigen den jungen Erwachsenen, wie sie sich auf den Plattformen moodle und HIS der Universität Kassel zurechtfinden und welche Informationen sich auf der Homepage des Instituts für Wirtschaftsrecht finden lassen. Bevor sich die Studenten abends zu einer Veranstaltung treffen, die der Verein Juristik e.V organisiert. Ein Schmankerln:  Der Verein veranstaltete eine Verlosung, bei der die Studenten ein Freigetränk gewinnen konnten.