Projektpräsentation des Erstsemesterprojekts 2015

Autor: T. Korell
15. Oktober 2015

Die erste Etappe ist geschafft-unsere neuen Erstsemester haben gestern das diesjährige Erstsemesterprojekt erfolgreich bearbeitet und präsentiert! Eine Woche lang hatten sie, aufgeteilt in 12 Gruppen, Zeit sich erstmals intensiv mit den vielseitigen rechtlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen, rund um die im Erstsemesterprojekt fiktiv zu gründende Herkules Brauerei, zu beschäftigen. Dem Aufbau der Brauerei in der Nähe des Bergparks, welcher Weltkulturerbe ist, wurden jedoch durch die Materialien in der Projektmappe zahlreiche Steine in den Weg gelegt. So mussten die angehenden Wirtschaftsrechtler Problemstellungen bezüglich der Rechtsform, der Haftung, der Versicherungen und der Finanzierung, aber auch bezüglich öffentlich-rechtlicher Genehmigungen und dem Umweltrecht lösen. Besonders problematisch erwies sich der geplante Ort für den Bau der Brauerei, welche in unmittelbarer Nähe zum Weltkulturerbe und einem dort angrenzenden Golfclub lag. Auch arbeitsrechtliche Fragestellungen, wie der Mindestlohn und die richtige Konzeption einer Stellenanzeige gemäß des AGG galt es zu lösen. Im Bereich des E-Commerce hatten sich die Studierenden mit dem Patent- und Markenrecht sowie der rechtlich einwandfreien Gestaltung einer Internetseite auseinander zu setzen.

Aufgrund der großen Zahl der neuen Erstsemester wurde die Projektpräsentation erstmals in verschiedenen Räumen vor zwei separaten Jurys durchgeführt. Um 10 Uhr startete die Projektpräsentation im Gießhaus. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Herrn Prof. v. Wangenheim stellten sich die Gruppen der Jury bestehend aus Herrn Prof. Dr. v. Wangenheim, Herrn Prof. Dr. Dr. Blocher, Herrn Prof. Dr. Hornung, Frau Prof. Dr. Laskowski und Herrn Mönkemöller. Nach einer zwanzigminütigen Projektpräsentation folgte eine zehnminütige Fragerunde. Um 11 Uhr begann die Projektpräsentation der übrigen Gruppen in Hörsaal 4 des neuen Campus Centers vor einer Fachjury bestehend aus Herrn Alwin Markus, Herrn Sebastian Walter, Herrn Nils Weinhold, Frau Prof. Dr. Deckert, Herrn Prof. Dr. Kuhn und Herrn Prof. Dr. Roßnagel. Weiterlesen…

Die E-Woche 2015 – Einführung in das Erstsemesterprojekt

Autor: M. Draeger
8. Oktober 2015

Tag 3

Nein. Kassel hat keine Freiheitsstatue, die ihren Arm mit goldener Fackel gen Himmel streckt. Aber grün ist das Wahrzeichen auch. Es handelt sich um den Herkules. Dieser schaut von einem steinernen Turm auf die Stadt herunter. Sein Platz ist das Weltkulturerbe –  der Bergpark Wilhelmshöhe. Schade nur, dass sich die Besucher des drahtigen Mannes nach der Anstrengung den Berg zu ihm hinauf nicht an einem kühlen Kasseler erfrischen können. Das Bier, das in der Region gebraut wird.

So oder so ähnlich haben die Urheber des diesjährigen Erstsemesterprojektes wahrscheinlich gedacht. Denn die jungen Studenten sollen in der Nähe des Wahrzeichens eine Brauerei mit Ausschank planen – in der Theorie. Dabei müssen sich die Planer eine Finanzierung überlegen, sich mit dem Widerstand aus der Bevölkerung auseinandersetzen und Werbung für ihre Marke machen. Die Mappen mit den Unterlagen, die sie zur Planung benötigten, erhielten die Studenten bereits am Mittwoch. Eine Woche haben sie Zeit, die Brauerei zu entwickeln. Am 14. Oktober stellen sie ihre Vorstellung einer Herkules-Brauerei dann den Dozenten vor, die dann über das beste Konzept entscheiden.

 

Herzlich willkommen am IWR! – Die E-Woche 2015

Autor: M. Draeger
7. Oktober 2015

Tag 1

Es ist einer dieser Tage, an denen man zu früh wach ist, die Hände feucht sind und der Bauch sich vor Aufregung kribbelig anfühlt: der erste Tag. Um genau zu sein, ist es 8 Uhr am Montag,  5. Oktober 2015, als die Erstsemesterstudenten sich auf den neongrünen Stühlen des neuen Hörsaalzentrums niederlassen. Sie haben sich für ein Wirtschaftsrecht-Studium entschieden. Es ist ihr erster Tag an der Universität Kassel, der erste Tag der Einführungswoche.

Die 160 jungen Wirtschaftsrecht-Studenten beginnen ihren neuen Lebensabschnitt an der kleinsten Uni Hessens, wie der Leiter des Instituts für Wirtschaftsrecht Prof. Dr. Georg von Wagenheim in seiner Begrüßung erwähnt. 24.000 Studenten hat die Uni Kassel. In Marburg und Gießen studieren vergleichsweise 25.000 Studenten. In den nächsten Jahren werden die jungen Studenten die juristische und die ökonomische Denkweise erlernen. „Kann man zwei Sachen gleichzeitig lernen?“, fragt Prof. Dr. Georg von Wangenheim in den Hörsaal. Nicht im vollen Umfang, ist seine Antwort. Er spricht von einer Methode zu denken, Jura nicht auswendig zu lernen und rechnet ökonomisch vor, wie sich ein Nebenjob auf das Studium auswirkt.

Dann tritt Jaquelin Weniger hinter das Mikrophon und heißt die Studenten willkommen. Sie ist die Vorsitzende des Vereins Juristik e.V und Tutorin. Sie will den Kommilitonen helfen, die anfänglichen Hürden des Studiums zu bewältigen. Damit ist sie nicht allein. 13 weitere Tutoren wollen Fragen beantworten, mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nur bei der ersten Herausforderung müssen sie passen: ein Englischtest. Den müssen die Studienanfänger selbst bewältigen. Er dient der Einteilung in die Englischgruppen.

Wie mache ich meinen Stundenplan? Woher bekomme ich meinen Ausweis für die Bibliothek? Muss ich in alle Tutorien gehen? Das sind Fragen, die von den Tutoren in kleineren Gruppen beantwortet werden. Dazu gibt es eine Anleitung durch die Systeme der Uni Kassel und einen Rundgang über den Campus, damit jeder Student weiß, wo er die Professoren, den Copyshop und die benötigte Literatur findet.

Mit Schirmen im Cocktail in einer Bar endet dann der erste Tag und damit vermutlich auch das kribbelige Gefühl im Bauch des ein oder anderen.

 

Tag 2

Ein Arzt verschreibt seiner Patientin Champagner. Den soll sie bei seinem Bruder, einem Gastwirt, erwerben. Ein Fall aus einem früheren Jahrhundert, den Prof. Dr. Andreas Hänlein den jungen Studenten vorlegt. Damals gab es Schmerzmittel, wie wir sie heute kennen, noch nicht. Wie würde wohl ein Gericht entscheiden? Weiterlesen…