IWR goes Staatstheater // “Terror” von Ferdinand von Schirach

8. April 2016

Im Staatstheater Kassel wird in Kürze das Stück „Terror“ des bekannten Strafverteidigers und Schriftstellers Ferdinand von Schirach Premiere haben. Juristik e.V. und das IWR laden herzlich ein, eine Vorstellung dieses Stückes gemeinsam zu besuchen.

Am Samstag, dem 28. Mai 2016 wird es im Anschluss an die Vorstellung eine Diskussion mit dem Juristen Prof. Dr. Reinhard Merkel und den Mitwirkenden des Stückes geben. Ab 19:00 Uhr gibt es eine Einführung, die Vorstellung beginnt um 19:30 Uhr im Schauspielhaus des Staatstheaters Kassel.

Worum geht´s?
Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, ist des 164-fachen Mordes angeklagt. Wenige Wochen zuvor hatten Terroristen ein Linien-Flugzeug entführt und nahmen Kurs auf die vollbesetzte Münchner Allianz-Arena. Nachdem die aufgestiegenen Kampfjets das Flugzeug nicht abdrängen konnten und der Verteidigungsminister den Abschussbefehl verweigerte, entschied Lars Koch eigenmächtig, das Flugzeug abzuschießen um die 70.000 Menschen im Stadion zu retten. Nun muss er sich dafür vor Gericht verantworten und das Publikum, in Rolle der Richterinnen und Richter, über Verurteilung oder Freispruch entscheiden. Weitere Informationen findet ihr auf der Website des Staatstheaters.

Kosten und Anmeldung
Für Studierende (bis zum vollendeten 30. Lebensjahr) kostet eine Karte 11,50 € (PK 2) oder 10,50 € (PK 3). Ohne diese Ermäßigung betragen die Kosten 17,00 € (PK 2) oder 13,50 € (PK 3). Mitglieder des Juristik e.V. zahlen jeweils 3,00 € weniger!

Bitte sendet eure verbindliche Anmeldung oder Rückfragen an reichardt(ät)uni-kassel(punkt)de und gebt an, ob die Studentenermäßigung auf euch zutrifft, ob ihr Mitglieder im Juristik e.V. seid und welche Preiskategorie gewünscht ist. Die Anmeldung ist bis zum 20. April 2016 möglich. Nach Bestätigung der Anmeldung muss das Geld innerhalb von 7 Tagen auf das Vereinskonto eingezahlt werden.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Theaterbesuch mit euch!

Herzlich Willkommen, Herr Prof. Dr. Hornung!

Autor: S. Speer
1. Oktober 2015

Zum diesjährigen Wintersemester begrüßen wir ein weiteres Gesicht am Institut für Wirtschaftsrecht der Universität Kassel. Herr Prof. Dr. Hornung, der Rechtswissenschaften und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und seinen Master (LL.M.) an der University of Edinburgh studiert hat,  war zuletzt von 2011 bis 2015 als Professor für Öffentliches Recht, IT-Recht und Rechtsinformatik an der Universität Passau tätig.

Foto: Weichselbaumer/ Universität Passau

Nun wird er am IWR die vorgezogene Nachfolge von Herrn Prof. Dr Roßnagel antreten, bei dem er bereits 2005 seine Dissertation über das Thema “Die digitale Identität. Rechtsprobleme von Chipkarten-ausweisen: digitaler Personalausweis, elektronische Gesundheitskarte, JobCard-Verfahren” gechrieben hat. Von 2006 bis 2011 war Herr Prof. Hornung zudem Geschäfts-führer der Projektgruppe verfassungs-verträgliche Technikgestaltung und Habilitand bei Herrn Prof. Roßnagel. Die nächsten Semester werden beide parallel an unserem Institut lehren und forschen.

In den folgenden Interviewfragen hat Herr Prof. Hornung uns einige  interessante Dinge zu seiner Person und seinem Fachgebiet verraten – lest selbst!

Kassel Law: „Wie sind Sie vom Sandkasten zu Ihrem eigenen Lehrstuhl gekommen?“

Herr Prof. Hornung: „Ich habe mich schon im Sandkasten mit den Grundfragen des öffentlichen Rechts beschäftigt…Spaß beiseite: Durch unendlich viele Zufälligkeiten bei der Auswahl des Studienfachs, bei der Chance zur Promotion und bei den weiteren akademischen Schritten. Durch die Förderung vieler Menschen in Familie, Schule und Wissenschaft. Und durch eine Menge Arbeit, die nur möglich war, weil mein Fach mich – bei allem manchmal nervigen Alltagsgeschäft – jeden Tag aufs Neue interessiert und begeistert.“

KL: „Was bedeutet es für Sie, Professor zu sein?“

Hornung: „Ich genieße die Kombination aus Wissenschaft und akademischer Lehre. Die Wissenschaftsfreiheit ist manchmal ein Fluch, weil es so unendlich viele spannende Fragen gibt und man deshalb dazu tendiert, sich zu viel aufzuladen. Aber kein anderer Beruf bietet auch nur annähernd vergleichbare Möglichkeiten, Dinge zu Ende denken zu können. Das gilt auch für die Lehre. Natürlich muss man hier auch mal Grundlagen vermitteln, die nicht jedermann Spaß machen. Was aber Spaß macht ist, echtes Interesse zu wecken und das eigene Fach in größere, auch gesellschaftliche Zusammenhänge zu stellen. Und dann gibt es da noch eine übergreifende Klammer: Ich finde, man sollte sich weder als Forscher noch als Lehrender jemals als „fertig“ begreifen. Und die Universität ist der beste Platz, um sich immer wieder zu hinterfragen und dazuzulernen.“ Weiterlesen…