Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung rückwirkend zum 01.Juli 2011!

Gastautor: E. Franzkowiak
13. November 2011

Infolge des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 (wir berichteten hier) herrschen nun rückwirkend zum 01. Juli 2011 deutlich reduzierte umsatzsteuerrechtliche Anforderungen hinsichtlich elektronischer Übermittlungen von Rechnungen. Grundlage dafür ist Art. 5 des Steuervereinfachungsgesetzes 2011. Der Versender kann, sofern der Rechnungsempfänger mit einer elektronischen Übermittlung einverstanden ist, nun selber entscheiden wie er die Rechnungen versendet. Insbesondere entfällt damit die bisherige Verpflichtung, bei der elektronischen Übermittlung einer Rechnung eine qualifizierte Signatur, eine qualifizierte Signatur mit Anbieterakkreditierung oder ein elektronisches Datenaustauschverfahren zu verwenden. Für Echtheit und Inhalt einer Rechnungsübermittlung, verweist das Bundesministerium der Finanzen (BMF) auf jegliche innerbetriebliche Kontrollverfahren, welche verlässlich für derartige Prüfung eingesetzt werden können.

Das BMF wird in Kürze ein Anwendungsschreiben zu dieser Neuregelung veröffentlichen. Das Anwendungsschreiben und weitere Informationen können (dann) auf der Homepage des BMF eingesehen werden.

Quelle

Bundesministerium der Finanzen, online unter:

http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_82/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Steuern/Veroeffentlichungen__zu__Steuerarten/Umsatzsteuer/003.html?__nnn=true. Abrufdatum: 2011-11-13.